Organisierte Kriminalität

Wenn der schwarze Porsche vorfährt – Organisierte Kriminalität im Online-Business

Mafia. Vorlage unzähliger Kinofilme und Actionmovies Synonym für organisierte Kriminalität. Im internationalen Verständnis wird „ die Mafia” gleichgesetzt mit gewalttätigen und verschworenen Geheimgesellschaften, die sich im Bereich des Drogen – und Menschenhandels betätigen und ihre Einkünfte aus Erpressung, illegalem Glücksspiel und Prostitution bestreiten. Die mafiösen Klans treiben ihr Unheil dabei vorzugsweise in der Immobilien- und Bauwirtschaft, der Abfallentsorgung, der Gastronomie und dem offiziellen Bank- und Finanzwesen. Ihre kriminell erwirtschafteten „Gewinne” versucht die Mafia dabei in den normalen Wirtschaftskreislauf einzubringen und so zu legalisieren.

Wenn man heute von „der Mafia“ spricht, geht es weniger um die alte „ehrenwerte“ Gesellschaft, die mit Gaunerei und Erpressung versucht an das Geld großer Geschäftsleute zu kommen, wie es auch heute noch im Großteil der Mafiafilme dargestellt wird.

Das abzugebende „Schutzgeld“ dient vielmehr der Kontrolle des Territoriums: Etwa wenn Geschäftsleute dazu gezwungen werden, über Mafiafirmen exklusiv Waren für die eigene Firma zu kaufen, die oft preislich völlig überzogen sind. Pizzerien werden zum Beispiel angehalten, von bestimmten Feinkosthändlern oder Kücheneinrichtern Ware zu erwerben. Wer dieses Spiel nicht mitspielt, wird dann mit einem meistens etwas unangenehmen Auftreten der „Zulieferer-Freunde“ dazu gezwungen, seine Meinung zu ändern. Dass die Mafiabosse dabei auch keine Ländergrenzen scheuen, ist uns spätestens seit den Mafiamorden von Duisburg im August 2007 bewusst geworden, als sechs Menschen vor einem italienischen Restaurant in Duisburg erschossen wurden. Hintergrund der Tat war die Fehde zweier verfeindeter Ndrangheta-Familien.

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Die Geschäfte, die über Schutzgeldforderungen hinausgehen, wurden erweitert, unzählige von Gruppierungen machen heute mit fiesen und unseriösen Geschäften große Kasse. Die Mafia verdient ihr Geld auf verschiedenen Wegen und das in ganz Europa. In jedem Land bieten sich unterschiedliche „Businessmodelle“ an. In der Schweiz haben sich die mafiösen Strukturen zum Beispiel mit dem Baustellen-Geschäft bestens etabliert. Baufirmen bestechen die Behörden und in den Baulöchern lässt sich als Zusatzgeschäft gleich noch ein paar Tonnen Giftmüll entsorgen. Das Platzieren von Baustellen-Hütchen wird täglich abgerechnet, auch wenn es an entsprechenden Stellen gar keine Baustelle geben wird und auch der Straßenbelag muss jedes Quartal aufgrund der schlechten Qualität erneuert werden. Über Schmiergelder werden vereinzelt Politiker gefügig gemacht und somit Wirtschaftsentscheidungen gelenkt. Glaubt man UN-Berechnungen dann beträgt der Schaden durch organisiertes Verbrechen, Drogenschmuggel und Menschenhandel weltweit i 2,1 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) jährlich und entspricht damit etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Großbritannien.

(Ende der Leseprobe)

Andreas Doehring
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